La Luz – Surf-Rock aus L.A.


Richtig gute Surf-Rock-Bands existieren eigentlich nicht mehr. Immerhin gibt es das Genre bereits seit knapp 60 Jahren, weswegen es auch dementsprechend ausgelutscht klingt. Da ist eine ziemliche Glanzleistung, ihm trotzdem noch neue Facetten abzugewinnen, wie es der Band La Luz nunmehr seit 2013 gelingt. Damals wurde gleich das erste Album „It’s Alive“ von den Kritikern größtenteils wohlwollend aufgenommen. Inzwischen steht die Band kurz vor dem Release des dritten Albums „Floating Features“. Was den Sound von La Luz ausmacht und was die Einflüsse der Gruppe sind, erfahrt ihr hier.

So klingen La Luz

Dem Sound von La Luz hört man die Hitze der Wüste und das Rauschen des Meeres definitiv an. Dabei stammt die Band eigentlich aus dem verregneten Seattle. Erst nach der Veröffentlichung des Debüt-Albums entschloss man sich, nach L.A. zu ziehen. Wie Shana Cleveland, ihrerseits Sängerin und kreativer Kopf hinter dem Projekt, the Stranger verriet, geschah das aus zwei Gründen: So fühlte man sich in der Traumfabrik, umringt von anderen Künstlern und Freigeistern, einfach besser verstanden. Zudem säße hier auch Burger Records, das Label der Band, weswegen Los Angeles ohnehin schon längst zur zweiten Heimat von La Luz geworden sei.

Beim Sound orientiert sich die Gruppe am Praktischen. Cleveland sagte gegenüber LA Weekly , sie wolle einfach, dass die Leute Spaß an den Auftritten haben. Konkret bedeutet das: tanzbare Rhythmen, spontane Surf-Rock-Soli und eine Mischung aus der mysthischen Tragik und der Schwere der Doors mit leichtgängigen, teils gehauchten Gesangspassagen.

Ty Segall und La Luz

Einen großen Einfluss auf den Sound der Band hatte außerdem Ty Segall, eines der derzeit größten Genies im Alternative-Rock, das seinen enormen Output in zahlreichen Projekten verwirklicht. Trotzdem hat der gebürtige Kalifornier noch genügend Ideen, um die ein oder andere Band zu produzieren. Konkret mitgewirkt hat Ty Segall am zweiten Album „Weirdo Shrine“, das 2015 erschien. Er riet La Luz dabei, auf zu viele technische Sound-Begradigungen zu verzichten, um den Sound organischer und satter zu machen. Auch brachte er Cleveland das Fuzz Pedal näher, das gerade im Psychedelic Rock exzessiv eingesetzt wird.

Tour und neues Album

Wie die Band auf Twitter bekannt gab, erscheint das dritte Album kommenden Mai. Es trägt den Namen „Floating Features“. Inzwischen könnt ihr die ersten Tracks auf Youtube auch schon antesten.

Darüber hinaus sind La Luz fleißig am Touren. Derzeit stehen eine Reihe an Gigs in den USA an. Doch ab September 2018 kommt die Band auch nach Europa. In Deutschland könnt ihr sie ab Oktober 2018 sehen.

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