Wolf Alice – rock the rabbit hole 2


Wolf Alice haben keine Angst davor, dass es merkwürdig wird. So gibt es live verschrobene Tänze oder verrücktes Lachen und Gekreische, während in einem der Musikvideos, einfach mal alle männlichen Bandmitglieder als Transvestiten auftreten. Doch gerade das macht die vier Engländer so sympathisch und wirkt sich zudem positiv auf deren Sound aus. Um wirklich gut zu werden und originell zu bleiben, muss man schließlich experimentierfreudig sein.

Back to the Roots

Die Wurzeln von Wolf Alice sind mehr als offensichtlich. Als Kinder der Neunzigerjahre bedienen sich Elli, Joel, Joff und Theo hauptsächlich am Grunge. Diese Einflüsse sind sogar so deutlich, dass man Elli Rowsell schon als weiblichen Kurt Cobain bezeichnet. Zum Glück bleibt die Band dabei aber nicht zu minimalistisch und streut auch Klangbilder aus anderen Bereichen mit ein. Größtenteils ist das dann Folk oder Alternative Rock. Darüber hinaus hört man noch in Ansätzen Spuren der Libertines oder von Blur heraus. Vor allem Damon Albarn (Blur/Goriallaz) hat es Wolf Alice angetan, kopiert die Band doch im Song Giant Peach ein Riff aus Rock the House (Gorillaz) fast eins zu eins. Das lässt sich aber eher als Hommage an die Helden der Jugend als als Diebstahl verstehen.

Das nächste Album

Das Debütalbum „My Love ist Cool“ räumte zahlreiche Preise von NME, Guardian oder Rough Trade ein. Nur liegt das nun schon knappe 3 Jahre zurück. Da ist es doch langsam mal Zeit für ein neues Album. Deswegen hat sich die Band derzeit vom Touren zurückgezogen, um an neuem Material zu arbeiten, wie NME bekannt gab. Laut Joel Amey, dem Drummer der Band, stehe man allerdings unter viel Stress und habe Angst davor, dass es das gewesen sein könnte. Die Zweifel sind nicht unbegründet. Immerhin geht es um das verhexte zweite Album, an dem etliche Musiker scheitern, da der Stress eben wie Gift für die Kreativität ist. Zudem erholen sich viele Bands nicht mehr, sofern es floppt. Bei all dem Talent, muss man sich um Wolf Alice aber eigentlich gar keine Sorgen machen. Selbst wenn das nächste Album nicht an den Erfolg des ersten herankommt, werden die vier Londoner wahrscheinlich immer noch verflucht gute Musik machen. Und das ist das Einzige, was zählt! Wann genau der nächste Tonträger herauskommt, weiß man noch nicht. Wollt ihr auf dem Laufenden bleiben, folgt ihr am besten dem offiziellen Twitter-Account, wo es hin und wieder auch Fotos vom Songwritingprozess zu sehen gibt:

 

Ein Bild des Sounds macht ihr auch am besten auf Live-Auftritten:


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